Autonomes Fahren

Erfinder und Ursprung

   Das autonome Fahren wird immer als modern dargestellt, doch eigentlich liegen dessen Ursprünge weiter zurück    als man denkt.

   1945: Der Geschwindigkeits-Tempomat wurde von Ralph Teetor erfunden, dieser wird ab 1958 in verschiedenen    Fahrzeugen verwendet.

   1977: Das japanische Ingenieurbüro Tsukuba kreierte das erste autonome und intelligente Fahrzeug. Es geht    den weissen Markierungen auf der Strasse nach und erreicht 30 km/h bei einer Distanz von 50 Metern.

   1980: Zusammen mit der Bundeswehr Universität München und Ernst Dickmanns, werden Roboterautos    gebaut. Diese Roboterautos arbeiten mit einer sehr schnellen Sicht, sich also von Gegenstand zu Gegenstand    orientieren. Zur Entdeckung verwendete man einen Kalman-Filter, dieser dient zur Entdeckung von Störungen    auf Grund mathematischer Formeln. Dazu wurden Parallelrechner genutzt. Das Fahrzeug bewegte sich auf einer    leeren Strasse bis zu 96km/h.

   1987: Die ehemalige Europäische Gemeinschaft, später Europäische Union, gründet das über ganz Europa sich    erweiternde EUREKA Prometheus Projekt um des autonomen Fahren zu erforschen. Mit Daimler Benz und der    Bundeswehr Universität München schuf man aus dem Model Mercedes 500 SEL zwei robotergesteuerte Fahrzeuge    namens VaMP und VITA-3.

               

               Abb. 2: Mercedes Benz 500 SE L

   1994: Roboterautos EUREKA Prometheus Projekt erreichten mit etwa 1000km auf mehrspurigen Autobahnen in    täglichem Verkehr Paris und das mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130km/h.

   Funktionen der Roboterautos sind Spur halten, Konvoi fahren, automatisches Tracking anderer Fahrzeuge    automatischer Spurwechsel, autonomes Überholen.

   1990er Jahre: Neutrale Netze fingen an die Steuerung von Autos zu übernehmen. Dies ermöglichte die    Vorhersage des Strassenverlaufs, ebenso das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer.

   1995: Die Geschwindigkeit kann bis auf 178km/h erhöht werden und die ganze Strecke kann ohne GPS    absolviert werden.

   1996 und folgende Jahre: Das italienische ARGO Projekt bringt einen veränderten Lancia auf den Markt. Das    Auto ist zu 94 Prozent automatisiert und fährt neben der weissen Linie auf der Strasse. Lancia ist mit zwei    schwarz-weiss Kameras ausgerüstet, die zu einer Stereosicht zusammengebaut wurden. Der Lancia schaffte es    auf 90km/h.